Perlen im September und Oktober

Categories Ausflug, Geschmacksproben, Musik

Magischer Moment neulich in einem modernen vietnamesischen Imbiss mitten in Paris.
Nachdem die einzigen anderen Gäste gegangen sind, und nur noch Kathrin und ich an unserem Tisch sitzen, macht der junge Angestellte hinter der Theke Musik an. Und zwar laut. Und zwar Pink Floyd. Und zwar das einzige Lied, dass ich tatsächlich mal richtig gerne gemocht habe. Damals, 1994. High Hopes. Fast 8 Minuten Hymne. Dann kommen neue Kunden herein, und die Musik wird sofort leiser. Unglaublich. The grass was greener. Gänsehaut.

Nicht überraschend, dass meine September/Oktober Playlist mit Pink Floyd endet. Und auch nicht überraschend, dass ich mal einen Monat schlampe. Im Oktober hatte ich weder Lust zu bloggen, noch neue Musik zu entdecken.

Aber jetzt zu ein paar Hervorhebungen: Owl John, das Solo-Projekt von Scott Hutchinson, ist fast besser (weil roher und experimentierfreudiger) als Frightened Rabbit auf ihrem letzten Album, und folglich – wie auch schon angekündigt – die Perle des Monats. Dicht gefolgt vom heiß ersehnten Jamie T Album.
Alt-J können mich auf Albumlänge diesmal nicht so begeistern, dafür aber umso mehr mit „Bloodlust pt.II“. Augen zu und versinken in Melodie und Soundteppich. Sozusagen a flood of blood to the heart. Ähnlich hymnisch aber ungleich kitschiger kommt das Ende der Pains of Being Pure At Heart Platte daher. Ich werde mal nachfragen, ob sie den Schlusspart live auf sagen wir 30 Minuten ausdehnen könnten. Dann komm ich zu allen Konzerten. Ach Mist, Tour verpasst. The Radio Dept. haben endlich auch mal einen neuen (und bemerkenswerten) Song herausgebracht, der mal nicht ganz so dreamy ist.

Ach ja, live gab es Anfang Oktober Angel Olsen in München zu sehen. Aber sie und ihre Band waren so unsagbar unsympathisch und offensichtlich schlecht gelaunt, dass ich nicht mal ein Bild posten möchte. Hätte sie wenigstens meinen Lieblingssong gespielt. Aber nein, nichtmal eine Zugabe gab es, obwohl der Mann am Sound offensichtlich darauf wartete. Lag es vielleicht am spärlichen Besuch der Show in München?

Naja, ein Highlight war aber wie bereits erwähnt unser Ausflug nach Paris (dazu bei Gelegenheit mehr). Und in Hamburg durften wir eine Nacht im fünfzehnten Stock des Empire Riverside Hotels verbringen. Für den Blick vom Bett aus auf die Elbe im Morgengrauen habe ich mir sogar den Wecker gestellt. Näher an Lost in Translation Hotel-Stimmung war ich noch nie.

With friends surrounded
The dawn mist glowing
The water flowing
The endless river

Forever and ever

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