Tagestouren von München aus sind auch immer schön. Hier drei Vorschläge:

Der Seebergkopf bei Bayrischzell war eher eine Notlösung, weil wir gerade dort waren und dringend noch einen Gipfel zum Wandern im nassgrauen Wetter suchten. Die Sonne kam erst raus als wir wieder am Hotel waren. Apropos: Wer mal am Alpenrand ein hübsches Hotel sucht, schaue sich mal das Natur Hotel Tannerhof an. Bio, Wellness, Kunst, Architektur und das beste Frühstück ever, selbst für vegetarische Glutenvermeider wie mich.

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Meine Wandersaison 2016 hat längst begonnen. Und zwar schon im Mai mit unserem ersten richtigen Bergurlaub: Fünf Tage Südtirol, Dolomiten, Seiser Alm. Fünf Tage zwischen Sonnenbad am Pool und Wandern durch den Neuschnee. Fünf Tage inmitten von Bergen mit klangvollen Namen wie Schlern, Plattkofel und Puflatsch. Der Winter in den Dolomiten ist im Mai noch nicht so richtig vergangen, so dass die imposanten Gipfel in der Umgebung zwar eine tolle Wanderkulisse hergaben, sich jedoch nicht selbst bewandern ließen. Wir müssen wohl demnächst nochmal wiederkommen.

Continue Reading "Urlaub in den Dolomiten: Seiser Alm"

Jetzt wollte ich seit Januar endlich einmal über alles andere bloggen, und dann wird es doch wieder ein Alpen-Posting. Dafür braucht man halt hauptsächlich ein paar hübsche Bilder, und die machen sich ja bekanntlich in den Alpen fast von alleine. Dieses erste Mal in 2016 war jedoch einiges anders: Zunächst ging es nicht mit Muskelkraft auf den Berg, sondern mit der Zahnradbahn. Und der Berg ist auch nicht irgendein Berg, sondern die Zugspitze. Und die Jahreszeit ist ausnahmsweise einmal nicht Sommer oder Herbst, sondern Winter. Also viele Premieren auf einmal für mich. Bergpanoramen sind zwar nur halb so schön, wenn man sie sich nicht vorher mit einem schweißtreibenden Aufstieg erkämpft hat, aber diese Winterlandschaft aus 2940 Metern Höhe hat doch seinen ganz besonderen Reiz.

Continue Reading "Ciao Winter, du bist schön in den Bergen"

So viel ist passiert in 2015. So viel Schönes. Aber auch so viel Käse. Und natürlich bin ich wieder viel zu selten dazu gekommen, darüber zu schreiben. Höchste Zeit, die Erinnerungen, Fotoalben und Playlists noch einmal durchzuscrollen und die persönlichen Highlights als kleinen Tagebucheintrag festzuhalten.

Was diesen Blog betrifft: Mein mit Abstand „erfolgreichster“ Blogbeitrag handelte nicht von schönen Dingen, sondern von ziemlich großem Käse: Münchner Wirte verärgern Allergiker. Darin nahm ich einen Artikel auf sueddeutsche.de zum Anlass, um mich über die Reaktionen der Gastronomie über die Allergenverordnung zu ärgern. Gut ein Jahr nach Einführung der Allergen-Verordnung hat sich übrigens in der Gastro-Landschaft Münchens nicht wirklich was verändert. Bis auf wenige Ausnahmen ist es für einen Allergiker nach wie vor fast unmöglich (erschwingliche) Lokalitäten zu finden, die halbwegs Ahnung von den Inhaltsstoffen ihrer Speisekarte haben.

Aber eigentlich wollte ich mich bei meiner kleinen Jahreszusammenfassung viel mehr auf die positiven Highlights konzentrieren.

An erster Stelle ist da unsere erste Reise nach Japan zu nennen, über die ich demnächst bestimmt auch einmal bloggen werde. Auch wenn das Ganze jetzt schon acht Monate her ist: Die Faszination für dieses Land und die Eindrücke von unserer Zeit dort sind jeden Tag gegenwärtig und werden auch regelmäßig durch japanische Spielfilme wieder aufgefrischt.

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Zweites Highlight war die zweite längere Reise in diesem Jahr: Dänemark. Kopenhagen hat mal wieder beeindruckend ihren Status als „Lieblingsstadt“ untermauert, aber diesmal haben mich vor allem die anschließenden Tage an der Nordküste Seelands beeindruckt. In München entwickelt man ja eine latente Sehnsucht nach Meer, die hin und wieder nach Befriedigung schreit. Auch das wäre eigentlich einen eigenen Blogbeitrag wert.

Continue Reading "Jahresrückblick: 2015 rekapituliert"

Nach trubeligen Weihnachtstagen in der alten Heimat freut man sich umso mehr auf ein paar ruhige Urlaubstage in der neuen Heimat. Und wo ist diese ruhiger als noch eine Stunde weiter südlich, in den bayrischen Voralpen? Also Wanderschuhe an, Kamera eingepackt und zum letzten mal in 2015 raus in die Natur! Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt ging es morgens um halb 9 im Tal in wunderschöner, leicht angewinterter Landschaft los, bevor ein paar hundert Meter höher dann doch eher Frühlingsgefühle angesagt waren. Nur auf dem Gipfel  lies mich ein eisiges Wind zittern.

Highlight der recht leichten, aber (bis auf den eher faden Abstieg) sehr schönen Tour (Beschreibung hier) und damit auch Kern meiner kleinen Fotoserie war diesmal nicht das Gipfelpanorama, sondern der untere Teil des Aufstiegs. Der zugefrorene Spitzingsee, das dunstige Valepptal und vor allem der winterliche Pfanngraben ließen mein Herz höherschlagen bevor dies dann später die Höhenmeter übernahmen.

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Continue Reading "Winterwandern ohne Winter: Pfanngraben und Rotwand"

Nach drei Jahren in München wird mir die Bedeutung der bayrischen Voralpen erst so richtig bewusst. Wie soll man je wieder irgendwo wohnen, wo man nicht in einer Stunde aus allem raus sein kann? Raus aus der Stadt. Raus aus dem Alltag. Raus aus der Welt. Wörtlich über den Dingen stehen. Abschalten, durchatmen.

Nach etlichen eher leichten Wandertouren wächst dann auch langsam der Bedarf an Herausforderungen. Höhenmeter alleine reichen nicht mehr, es braucht Schrofen, Steige, Gipfelgrate.

Aber wie tastet man sich langsam an die Schwierigkeit heran? Schisser wie ich nunmal bin, möchte ich mich nicht mitten im Klettersteig befinden um festzustellen, dass meine Trittsicherheit und Schwindelfreiheit vielleicht doch nicht so ausgereift ist, wie ich annehme.

Glücklicherweise habe ich jetzt im Herbst die perfekten Touren gefunden, um sich von Tour zu Tour etwas zu steigern:

  • Die Brecherspitz
  • Die Aiplspitz
  • Der Roßstein über der Tegernseer Hütte

Alle Touren sind sie in einer guten Stunde von München aus erreichbar, mit mittlerer Kondition in 4 bis 5 Stunden Gehzeit zu schaffen. Und vor allem: Alle bieten tolle Aufstiege und fantastische Panoramen.

Brecherspitz

Tourbeschreibung

Die Brecherspitz ist ein toller Gipfel direkt am Alpenrand zwischen Schliersee und Spitzingsee.

Los geht’s auf dem Spitzingsattel auf 1129 Metern Höhe.

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Continue Reading "Alpenliebe – Drei Bergtouren für langsam fortschreitende"

Kleiner Trost zum langsam verblassenden Sommer: Der Herbst ist die beste Jahreszeit zum Wandern. Diesmal hatte ich mir (bzw. uns) großes Vorgenommen. Erstmals auf über 1700m ü.NN., und vor allem: Erstmals 1000 Höhenmeter auf einer Tageswanderung. Das Internet hat die passende Tour parat, wobei mir deren Bewertung „leichte Bergtour“ und „Kondition: Leicht“ schon etwas suspekt vorkam. Ich möchte den sehen, der mit „leichter Kondition“ 1000 Höhenmeter geht. Also wir waren jedenfalls ganz gut platt, als wir nach fünf Stunden endlich wieder unter sind. Was die Tourbeschreibung verschweigt: Das Auto wird wenige Meter vom Walchensee entfernt geparkt. Beste Bedingungen für eine Erfrischung nach der Tour.

Los ging’s an der Talstation der Herzogstandbahn. Trotz Kaiserwetter und vollem Parkplatz trafen wir recht wenige Wanderer auf dem sehr schönen waldig-wurzeligen Aufstiegsweg. Nach 45 Minuten, also ungefähr zur Halbzeit geht’s angenehmerweise eine Weile recht flach mit schöner Aussicht.

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Nach anderthalb Stunden kommt man dort an, wo auch die Bahnfahrer ankommen. Das hat man davon einen Berg mit Bahn auszuwählen: Die letzten 100 hm geht’s rauf wie auf einen Ameisenhügel. Die Aussicht vom Gipfelkreuz ist aber sehr relaxed, weil es noch ein paar Meter höher rauf geht zu einem kleinen Pavillion.

Vor dort ist der Blick auf das Gipfelkreuz.

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Und in andere Richtung der Martinskopf, laut Tourbeschreibung der bevorzugte Ort für eine Brotzeit.

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Hach, ich liebe diesen Sommer. Nachdem die Prognose für die nächsten Tage seit langer Zeit mal nach Regen aussieht, hier schnell noch ein paar Bilder vom fantastischen letzten Wochenende.

Während in München 35 Grad herrschten, sind wir hinaus in die Berge geflohen, um von Bad Wiessee aus erst den 1560 m hohen Fockenstein zu erklimmen, und uns anschließend im Tegernsee abzukühlen. Zum Glück haben wir zwischen all den Porsche noch einen Parkplatz und zwischen all den Champagnerflaschen noch einen schattigen Liegeplatz. Abwinkl ist fest in Schickeria-Hand.

Unsere Bergtour ging vom Hotel Sonnenbichl aus über die Aueralm und über die sonnige und erst in Gipfelnähe etwas anspruchvollere Westflanke auf den Gipfel und über die schön wurzelige und waldige Ostflanke wieder hienab. Und ich fange gar nicht erst an vom Panorama zu schwärmen. Die Bilder sprechen für sich.

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Normalerweise hasse ich jede Form von Regen. Aber nicht an diesem Ort. Nicht in diesem wunderbaren Hotel an diesem wunderschönen See umringt von diesen beeindruckenden Bergen. Wolken, Wind und dunkle Gipfel ergeben eine meditative Mischung, wenn man sie durch die Panoramascheiben eines Saunabereichs betrachtet. Am nächsten Tag dann Schirm auf und mitten rein in diese spektakuläre Ruhe und Einsamkeit. Einen Monat später betrachte ich die Bilder, höre dabei das neue Vetiver-Album und sehne mich zurück in diesen Regen.

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Da ich heute aus unerklärlichen Gründen doch nicht wie geplant in den Bergen bin, habe ich mir nochmal die Fotos vom letzten Mal angeschaut, als die Kühe auf dem Roßkopf (am Spitzingsee) unheimlich arrogant und überheblich waren.

Weil mich diese ewige Himmelblau-Grasgrün-Kombo nervt, habe ich die Farbe entfernt. Wenn ihr idyllische Naturfotos wollt, kauft euch einen Reiseführer, ihr Kühe.

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