Das Licht geht aus, und im Halb- bis Fastganzdunkel erscheint ein fastganzschwarzer hautenger Overall und reicht mir die Hand, zieht mich und meine Gedanken hinaus aus dem unbequemen Sessel und schleift uns über den Boden des ungemütlichen Carl Orff Saals bis hinauf auf die spärlich beleuchtete Bühne. In diese andere Welt. Die Welt von Sharon Eyal, Gai Behar und diesen wahnsinnig guten Tänzern der L-E-V Company. Warum ich hier sitze kann ich nicht erklären. Aber es hat vermutlich etwas mit Sehnsucht zu tun. Nach dem Leben…Continue Reading „Gedanken zum Tanz“

Auf dem Weg zum Feierwerk kommt man meistens am Farbenladen vorbei. Und dann geht man meistens nicht rein, weil man ja auf dem Weg zum Feierwerk ist. Großer Fehler. Seit Sonntag weiß ich: Man sollte reingehen. Sonntag, mit seinen Wolken, und seiner Sonne, und seinem Wind, und dieser unendlichen Sonntagsmüdigkeit – Fast wäre ich auf dem Sofa versackt. Aber dann die Idee: Aufraffen, Spazierengehen, da war doch was mit Fotos im Farbenladen. 15 Minuten Gehzeit und schon mittendrin in der kleinen aber feinen Ausstellung „Aufgeschlossen“, die hinter die Fassaden Münchens blickt. Während der Ausstellung ist der Farbenladen jeden Samstag (16h-22h) und Sonntag (16h-20h) geöffnet. Was für eine sympathische Örtlichkeit. Es gibt Getränke und Kuchen und sogar ein Drumherum-Programm, über das die Facebook-Seite der Veranstaltung informiert. Ich empfehle jeden, sich das mal anzusehen. Mindestens Sonntags.

Continue Reading "Farbenladen gegen Sonntagsmüdigkeit"

Oh, es ist ja DOK.fest – Da wolltest du doch letztes Jahr schon hin und hast es nicht geschafft. Oh, eine Dokumentation über Nick Cave – Mit dem wolltest du dich doch immer mal näher beschäftigen. Oh, im Arri-Kino – So ein richtiges High-Tech Abnahmekino hast du auch noch nie besucht. Also: Wer kommt mit? Alle? Prima. 20,000 Days on Earth hat auf dem Sundance Festival 2014 Preise für beste Regie und bester Schnitt bekommen. Und die haben die Regisseure Ian Forsyth und Jane Pollard, die offensichtlich…Continue Reading „DOK.fest München mit Nick Cave“

So einiges ist passiert inzwischen. So viel, dass ich kaum Zeit hatte darüber zu berichten. Da das meiste davon jetzt eh schon vorbei ist, und somit der Blogpost nichtmal als Tip-Sammlung durchgeht jetzt alles im Schnelldurchlauf. Zimmer frei im Hotel Mariandl ist eine jährlich stattfindende Kunstaktion. Junge wilde Künstler machen wilde Sachen mit hübschen Hotelzimmern in einem hübschen Hotel. Unbedingt nächstes Jahr wieder hingehen. Oder vorher mal ins Café des Hotels. Sieht nett aus. Man könnte auch die Familie dort einquartieren. Wenn die Kunst wieder…Continue Reading „Was passierte (Der späte Blogpost fängt bestimmt keinen Wurm)“

Haeppi Piecis ist ein reichlich bescheuerter Name, aber man kann ihn erklären. Mach ich jetzt aber nicht. Es hat etwas mit den Geschäftsräumen in der Maximilianstraße 33  zu tun, die zur Zeit durch einen temporären Design Concept Store mit eben jenem bescheuerten Namen genutzt werden. Uuuh, Maximilianstraße, könnte man denken. Sollte man aber nicht. Denn sonst entgehen einem so unterhaltsame Ausstellungen, wie die, die gestern eröffnet wurden. Gleich zwei. Eine oben, eine im Keller. Insgesamt zeigen über ein Dutzend junger Künstler aus München (oben) und…Continue Reading „Ausstellungseröffnungen im Haeppi Piecis und wieder mal Hauskonzerte“

Insbesondere vor einem Ereignis wie dem Oktoberfest ist es wichtig, sich noch mal den kulturellen Status seiner Stadt bewusst zu machen. Da kommt so ein Kunstareal Fest gerade recht, bevor eine Woche später dann alles im Bier- und Trachtenwahn versinkt. Zur Wiesn-Halbzeit hole ich jetzt den passenden Blogpost nach um mir während der Recherche bewusst zu werden: Es kommen auch wieder andere Zeiten. Das Kunstareal Münchens umfasst all die Museen und Universitätseinrichtungen, die sich in der Maxvorstadt um den Königsplatz herum scharen. Wie unglaublich großartig…Continue Reading „Think of this as a window – Erinnerungen an das Kunstareal-Fest“

Wenn man von Aachen in die große Stadt zieht, dann will man was erleben. Oder es zumindest können, bei Bedarf.  Letztes Wochenende war Bedarf. Freitag Das Wochenende beginnt tief unter der Staatsoper, wo Jiri Kylians Zugvögel-Inszenierung beginnt. Also werden halt erstmal einige hundert Publikumsgäste von gefühlt ebensovielen Staatsoper-Aufpassern durch die teils dunklen, teils engen, aber immer liebevoll mit Vogelmenschen vollgepropften Gänge geleitet. Je länger die Führung dauert, desto eindrucksvoller die Atmosphäre, die dann  in der schummrig beleuchteten Hydraulik-Maschinenhalle unter der Bühne ihren Höhepunkt erreicht. Oder…Continue Reading „Kylian und Beuys und Fidlar in München“